FAQ
Häufig gestellte Fragen - von uns beantwortet:
Was bedeutet IEC 61215 + 61646?
Wurde ein Solarmodul nach IEC 61215 (kristallin) bzw. IEC 61646 (Dünnfilm) zertifiziert, so ist dies ein Qualitätsmerkmal hinsichtlich mechanischer Stabilität und Einhaltung der elektrischen Parameter.
Was bedeutet Betriebsspannung / MPP-Spannung?
Sie gibt den Spannungswert an, bei dem unter STC die größte Leistung abgegeben werden kann. Der Punkt maximaler Leistung eines Moduls wird Mpp-Punkt genannt (Maximum Power Point).
Was bedeutet STC? ( Standart-Test-Conditions )
STC = Standard-Test-Bedingungen.
Damit ein Leistungsvergleich verschiedener Solarmodule miteinander erfolgen kann, werden einheitliche Testbedingungen verwendet: Einstrahlung 1000W/m2; Temperatur 25 Grad Celsius und AM 1,5 (AM = Air Maß); die Angabe beziffert die Dicke der Lufthülle und den Weg des Lichts durch die Atmosphäre.
Am Äquator beträgt die Luftmasse AM = 1. in Europa ca. 1,5) Die Empfindlichkeit der Solarzelle ändert sich mit der spektralen Zusammensetzung des Lichtes.
Was bedeutet Modulwirkungsgrad?
Gibt das Verhältnis von abgegebener Leistung zur eingestrahlten Leistung eines Solarmoduls bezogen auf die Modulfläche an.
Was bedeutet Leistungsgarantie?
Sie gibt die max. zulässige Abweichung von der Nennleistung nach Ablauf von 10, 20 oder auch 25 Betriebsjahren an.
Was bedeutet Leistungstoleranz?
Sie gibt die max. Abweichung von der Nennleistung an. Die Modulhersteller geben diese mit 3%; 5% und auch mit 10% an. Siehe auch Matching.
Was bedeutet Wpeak/kWp/Wp/Peak
Peak = Spitzenleistung. Die Leistung, die das Modul unter STC abgibt.
Die Angabe erfolgt meist in Wp (Watt peak).
Was ist Matching?
Die Module können nur mit einer Fertigungstoleranz von +/- 5% produziert werden.
Matching bedeutet das Vorsortieren der Module nach tatsächlicher Leistung. Über die Identifikation der Seriennummer und Leistungszuordnung kann dann eine genaue Aufteilung innerhalb der Strangverkabelung erfolgen. Hierdurch wird der Gesamtertrag der Anlage gesteigert.
Bei Dünnschichtmodulen entfällt das Matching.
Was ist Amorphes Silizium?
Hochreine Siliziumfilme werden auf einem Träger abgeschrieben oder aufgedampft und mit Kontakten versehen. Eine amorphe Photovoltaikzelle wird mit weniger Energie- und weniger Materialverbrauch hergestellt, sie ist also umweltschonender und langfristig auch preiswerter herzustellen als kristalline Zellen durch einen automatisierten Herstellungsvorgang.
Weitere Vorteile sind eine geringe Temperaturempfindlichkeit und die Möglichkeit, über verschiedene Schichten eventuell ein breiteres Lichtspektrum zu nutzen. Das bedeutet, amorphe Zellen bringen auch bei schwächerem und diffusem Licht noch einen Ertrag. Amorphe Dünnschichtzellen können mit einer Siliziumschicht und inzwischen sogar mir mehreren Schichten übereinander hergestellt werden.
Letzteres optimiert die Lichtausbeute und somit den Ertrag. Schatten verringern die Leistung bei amorphen Modulen nur um den Teil, der tatsächlich verschattet wird. Amorphe- oder Dünnschichtmodule sollten gerade bei ungünstigen Ausrichtungen und Dachneigungen Verwendung finden, da ein Aufständern unnötig und so der gleiche Flächenwirkungsgrad erzielt wird.
Wo ist der Unterschied zwischen mono- und polykristallinen Modulen?
Monokristalline Zellen haben zurzeit von allen Photovoltaik-Modulen den höchsten Wirkungsgrad (17,5%, im Labor bereits 25%) und eine Lebensdauer von mind. 30 Jahren. Wie der Name schon verrät, besteht die Zelle aus einem einzigen Kristall: Aufgrund der exakt gleichen Ausrichtung der Kristallstruktur in eine Richtung wird dieser hohe Wirkungsgrad erzielt. Dies bedeutet allerdings auch einen extrem hohen Aufwand in der Fertigung. Polykristalline oder auch multikristalline Module sind günstiger herzustellen. Der Halbleiter Silizium wird im Unterdruckbereich unter Schutzglas aufgeschmolzen und in sogenannten Kokillen gegossen, in denen es unter Temperaturzuführung gerichtet erstarrt. Die multikristallinen Blöcke werden mit feinsten Sägen zu Säulen oder mit Innenlochsägen in multikristalline Silizium-Scheiben mit einer Stärke von 0,45 mm zerteilt und dann gereinigt. Dieses Zwischenprodukt wird auch als Wafer bezeichnet. Der Wirkungsgrad qualitativ hochwertiger Zellen ist nicht viel schlechter als der monokristalliner Zellen.
Nun der Unterschied zwischen Amorphen und Kristalinen Silizium:
Das amorphe Silizium fängt bei schwachem Licht früher an zu arbeiten als das Kristalline, dafür aber liefert das Kristalline bei hoher Lichteinstahlung mehr als das Amorphe.
Der Wechselrichter hat weniger Leistung als mein Solargenerator. Wieso?
Die Leistung des Solargenerators ist von der Einstrahlung abhängig. Da aber ein Großteil des Ertrages bei kleinen Leistungen anfällt, macht es keinen Sinn, die Anlage auf die selten erreichte Spitzenleistung auszulegen. Eine Faustregel ist: Die Eingangsleistung des Wechselrichters soll min. 85-90% der Spitzenleistung (Wp) des Generators sein.
Wie funktioniert die automatische Trennung vom Netz wenn der Stromversorger sein Netz unterbricht?
Es ist eine automatische Einrichtung in den Wechselrichtern integriert. Durch das sogenannte ENS System wird die Einspeisung innerhalb kürzester Zeit unterbrochen, wenn das Netz abgeschaltet wird. Ab 30 kW Wechselrichternennleistung werden zusätzliche Schutzeinrichtungen benötigt, z.B. auch ein separater Zählerschrank, der für den Versorger frei zugänglich ist.
Mit wie viel Phasen wird ins Netz eingespeist?
Ein Netzeinspeiser/Wechselrichter kann in eine Phase einspeisen. Bis zu einer Leistung von 5 kWp (4,6 KVA) erfolgt eine einphasige Einspeisung. Ab einer Leistung von 5 kWp erfolgt die Einspeisung mehrphasig. Die Gesamtunsymmetrie darf 5 kWp nicht überschreiten.
Welche Unterlagen benötige ich für den Netzanschluss beim Energieversorger?
Lageplan, Übersichtsplan der Solaranlage mit Nenndaten der einzelnen Komponenten, Beschreibung der Schutzeinrichtungen mit Angabe über Art, Fabrikat, Schaltung und Funktion, Konformitätserklärung für den Wechselrichter, Angabe über Kurzschlussfestigkeit der Schaltorgane. Zählerantrag und Errichterbescheinigung. Alle erforderlichen Unterlagen werden von uns erstellt, zusammengetragen und bei der Inbetriebnahme mit den erforderlichen Messprotokollen übergeben.
Wie wird der Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist?
Die Zähleranlage wird um einen zusätzlichen Zähler erweitert. Ist noch ein freies Feld in der Zähleranlage vorhanden, so kann dieses in Absprache mit dem Stromversorger genutzt werden. Ansonsten wird ein zusätzlicher Zählerschrank installiert.
Wo soll der Wechselrichter montiert werden?
Für den maximalen Wirkungsgrad der Anlage sollte der Wechselrichter möglichst nahe am Generator installiert werden. Ideal ist ein kühler Ort, z.B. der Hausanschlussraum oder ein gut belüfteter Keller. Hitze ist ungünstig für den Wirkungsgrad und die Langlebigkeit des Wechselrichters.
Soll ich meine Anlage versichern?
Wir empfehlen die Anlage gegen Elementarschäden (Sturm, Hagel etc.) zu versichern. Innerhalb der Gebäudeversicherung sind nach Absprache mit Ihrer Versicherung diese Schäden meist gedeckt, führen aber auch durch die Erhöhung des Gebäudewertes zu Prämienerhöhungen. Höheren Versicherungsschutz bieten Allgefahrenversicherungen, die zusätzlich Diebstahl, Blitzschlag, Überspannung, Ertragsausfall usw. absichern.
Gerne machen wir Ihnen ein Angebot.
Sollte ich meine Anlage gegen Blitzschlag sichern?
Jeder Wechselrichter ist durch thermische überwachte Varistoren gegen atmosphärische Störungen gesichert. Diese Varistoren lösen aus, wenn in der näheren Umgebung ein Blitz einschlägt. Gegen direkten Blitzschlag kann der Wechselrichter zusätzlich abgesichert werden.
Wie viel Fläche brauche ich pro kWp?
Abhängig vom Modulwirkungsgrad benötigt man 8 bis 12 qm bei Schrägdachmontage. Für die Flachdachmontage und für Dünnschichtmodule etwa die doppelte Fläche.
Wie komme ich an das gute Geld?
Mit dem Stromversorger wird ein Einspeisevertrag geschlossen, der die gesetzlichen Regelungen, wie z.B. die Vergütung regelt, aber auch Zahlungsweise und Gebühren aufführt.
Wie viel Euro bekomme ich pro eingespeister kWh?
Die Grundvergütung nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) beträgt ab 01.01.2012 24,43 Ct./kWh für installierte Dachanlagen. Bei Anlagen zwischen 30 kW und 100 kW beträgt sie 23,23 Ct./kWh und für Leitungen über 100 kW 21,98 Ct./kWh.
Wie viel Ertrag liefert eine Photovoltaikanlage?
Eine Photovoltaikanlage in Deutschland liefert je nach Art, Standort und Lage ca. zwischen 800 kWh und
1200 kWh pro installiertem kWp.
Nutzen Sie hierzu gern unsere kostenlose Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Was heißt eigentlich Photovoltaik?
Photovoltaik ist Photonenenergie der Sonne (Photon) und Spannung die erzeugt wird (Voltaik). Das heißt, Sonnenenergie wird in elektrische Spannung umgewandelt. Silizium ist der Hauptbestandteil einer Solarzelle und wird aus Sand geschmolzen, der unbegrenzt verfügbar ist. Silizium leitet nur bei Sonneneinstrahlung. Eine Solarzelle wird an der Oberseite mit Phosphor und an der Unterseite mit Bor besprüht. Die Oberseite hat 5, die Unterseite 3 Elektronen. Die Elektronen versuchen ein Gleichgewicht zu erzielen (je 4 Elektronen). Da Silizium 4 Elektronen hat, dient es als Transportmedium (Halbleiter).
Warum sollte ich für eine Photovoltaikanlage Geld investieren?
Eine Solaranlage erwirtschaftet eine Menge Ertrag für Ihr eingesetztes Geld. Ihre Steuerlast wird gesenkt und Sie können die erheblichen Einspeiseförderungen nutzen. Sie persönlich mindern die Kohlendioxidbelastung (CO2) in einem sehr hohen Rahmen. Ihr Dach bekommt eine zweite Haut, es wird dadurch zusätzlich geschützt und gedämmt. Ein Solarstromgenerator kann unbeschränkt Strom produzieren. Noch nach der erhöhten
Einspeisevergütung in 20 Jahren können Sie den erzeugten Strom selbst nutzen und machen sich von den dann absehbar hohen Energiekosten unabhängig.
